Ein schier undurchdringlicher Dschungel herrscht im Bereich des Mobilfunks. Zu verdanken ist dies der Tatsache, dass neben den etablierten Netzanbietern eine ganze Reihe von Mobilfunk-Discountern, darunter selbst Medienunternehmen, Kaufhäuser und große Kaffeeröster, den Markt gründlich aufmischen. Der Kunde muss also einen gründlichen Prepaid Vergleich anstellen, wenn er das richtige Produkt für sich finden will. Dies gilt übrigens genauso für Kunden, die mit einem Prepaid Internet-Stick grenzenlos mobil surfen wollen. Hier die wichtigsten Infos zum Thema auf einen Blick: Unter den zahlreichen Tarifen gibt es mittlerweile auch zahlreiche Angebote mit Datenfaltrat für unterschiedliche Volumen und Preise. Die Abrechnung hängt oft vom Netzbetreiber ab. Im Vodafone-Netz gibt es etwa viele Sticks mit Websessions, also Zeiten, in welchen der Internet-Zugang kostenlos ist. Andere Tarife bieten dafür Tages- oder Monatsflatrates an. Bei den Prepaid Tarifen ist meist eine Drosselung auf ein bestimmtes Datenvolumen enthalten. Sobald dieses Volumen erreicht ist, verringert sich die Geschwindigkeit.
Um die Prepaid Karte regelmäßig nutzen zu können, muss das Guthaben natürlich regelmäßig aufgeladen werden. Für Kunden, die sich das lästige Nachladen per Hand jeden Monat sparen möchten, kann man sein Guthaben aufladen lassen und das automatisch, sobald das Guthaben eine kritische Grenze erreicht hat. Ebenso hat der Kunde die Möglichkeit, das Guthaben Monat für Monat automatisch aufladen lassen.
Oft gibt es zur Karte ein Startguthaben vom Anbieter geschenkt, so dass der Kunde erst einmal bares Geld geschenkt bekommt. Dazu einige Beispiele: Bei Simtim kostet die Karte 8,95 Euro, das Guthaben beträgt 55 Euro. Hellomobil verlangt 4,95 Euro für die Karte und bietet 50 Euro, bei Surf.Royal sind es 4,95 Euro respektive 50 Euro, bei discoPlus 9,95 Euro, beziehungsweise 55 Euro und bei Maxxim 5,95 Euro pro Karte für ein Guthaben von 50 Euro.
Daneben gibt es aber auch die so genannten Freikarten, die nichts kosten, aber dafür lediglich ein minimales Startguthaben von einem Euro bieten. Dafür bieten diese Freikarten andere Bonusaktionen an. Beispielsweise bekommt der Kunde ab einer gewissen Auflade-Höhe Freiminuten oder Gratis-SMS geschenkt. Vorsichtig sollte man lediglich sein, wenn jemand Freikarten verschenkt und dafür die persönlichen Daten haben möchte. Es handelt sich dann meist um eine dubiose Vertriebsschiene, um den Kunden später telefonisch mit Verkaufsgesprächen zu nerven.
Wer das Mobiltelefon in erster Linie zum Telefonieren oder für Kurznachrichten nutzt, kann sich über eine schlechte Verbindungsqualität nicht mehr beklagen. Die vier Netze sind in den Ballungszentren flächendeckend vertreten, gewisse Einschränkungen in der Auswahl müssen nur die Einwohner in ländlichen Gebieten hinnehmen. Zwar sind hier nicht alle Netze vertreten, aber zumindest die beiden großen Anbieter glänzen mit einem guten Empfang. Wer nur auf der Durchreise ist, bemerkt diesen Unterschied meist gar nicht, weil sich sein Handy beim ausbleibenden Empfang des eigenen Netzes in Fremdnetze einwählt. Diese Qualität gilt allerdings nicht, wenn es um den Datenempfang aus dem Internet geht. Hier haben sogar die großen Anbieter noch weiße Punkte auf der Landkarte, in welchen der mobile Datenverkehr nicht oder nur sehr schwer funktioniert. In den meisten Tests zu diesem Thema hat Vodafone die Nase ganz weit vorne, während Eplus hinter der Konkurrenz her hinkt.